Warum eine Webseite zum Thema Katzen vertreiben?

Katze versteckt sich.
Die Katze unserer Nachbarin mochte leider unseren Jeep etwas zu sehr. Das in diesem ständig Hunde mitfuhren vertrieb die Katze nicht.

Eigentlich wohnen wir in einem netten Dorf. Die meisten Nachbarn haben Hunde, sehr viele Nachbarn haben Katzen. Freilaufende Katzen. Wir haben einen Hund, leider stören ihn fremde Katzen auf den Grundstück überhaupt nicht, wenn er interessiert guckt, ist das schon viel. Als Katzenvertreiber ist er eine echte Niete. Aber unser Labrador wurde ja nicht als Katzenjäger eingestellt (Hund als Katzen Vertreiber).

Warum eine Webseite? Was habe ich eigentlich gegen Katzen?

Wir haben aber eine schöne Terrasse, auch mit Polstermöbeln. Und auch den einen oder anderen Gegenstand auf dem Grundstück, den Katzen wohl offensichtlich lieben. Dazu liebt mein Freund seine Autos (Katzen vom Auto fernhalten), zu allem Überfluss auch noch zwei Cabrios. Und leider mögen die Nachbarskatzen all unsere Sachen auch. Als Schlafplätze, Krallenwetzstationen (kommt auf Lack besonders gut) aber auch als Orte für die Notdurft. Das die Katzen auch mal ihren Kot im Garten hinterlassen, damit könnten wir noch leben, so was ist schließlich schnell auch weggeräumt, solange es nicht überhand nimmt. Aber das teilweise recht hohe Zerstörungspotential dieser Vierbeiner kann uns manchmal schon in den Wahnsinn treiben.

In einem anderen Haus war es dabei sogar noch nerviger. Das lag allerdings nicht unbedingt an den Katzen selbst. Die lagen ja einfach nur auf der Waschmaschine oder den Polstermöbeln. Aber da hatten wir noch einen anderen Hund und die roch Katzen auf weite Entfernung und versuchte diese dann zu vertreiben. Ergo konnte ich Abends nicht mehr aus dem Haus gehen ohne vorher selbst die Katzen zu vertreiben oder den Hund an der sehr kurzen Leine zu führen, denn dieser war sehr alt, sehr gebrechlich und ich hatte bei jedem Sprint Angst, sie könnte sich die Hüfte brechen. Aber dafür, dass sie alt (aber immer noch sehr schnell, bekommen hat sie aber die Katzen nie) war, konnten ja die Katzen an sich nichts.

Dennoch haben wir uns meist einfach nur geärgert. Es ist zwar eine Garage im Bau, um die Katzen von den Autos fernzuhalten, aber sowas kostet eben auch Zeit und Geld. Auch das Grundstück komplett zu schützen ist nicht so einfach möglich. Schließlich ist es auch kein freihstehendes Haus, sondern eine Doppelhaushälfte und die Terrasse hat ein gemeinsames Dach mit dem Nachbarn. Wie sollte man das effektiv schützen?

Noch nerviger als die Katzen waren aber die Katzenhalter:

Ab und an beschwerten wir uns dann aber bei unseren Nachbarn, die ebenfalls Katzen hatten. Wir wollten jetzt nicht, dass diese ihre Katzen komplett einsperren, damit wäre uns bei der Zahl der Nachbarn, die das nicht tun würde plus die Erkenntnis, dass es hier eben auch viele wilde Katzen gibt, eh nicht geholfen gewesen. Was das Ziel der Beschwerde war, wissen wir gar nicht so genau, Ziel war es aber nicht verhöhnt zu werden. Das ging dann meist so:

  • Ihre Katzen wären das nicht, die würden das Grundstück gar nicht verlassen (hm, wir haben Beweisfotos).
  • Und selbst wenn, Katzen würden ja keinen Dreck machen und schon gar nicht was kaputt. So scharf wären die Krallen auch nicht und ihr Kaka würden Katzen ja grundsätzlich vergraben (davon haben die Katzen hier aber noch nichts gehört, meine Erfahrung).
  • Und überhaupt was wir denn für einen Hund hätten (haben die mir jetzt tatsächlich gesagt, das sei schließlich mein Fehler, das ich meinen Hund nicht katzenscharf abgerichtet habe?).
  • Und überhaupt, was sollte man machen, bei Katzen wäre das halt so (muss ein Naturgesetz sein, ich überleg immer, was wohl los wäre, wenn mein Hund einfach beim Nachbarn den Hasenstall zerlegt und ich dem dann antworte, das wäre so, Hunde brauchten das ab und an).

Wir kochten innerlich vor Wut. Gegen die Katzen selbst vorzugehen kam aber für uns dennoch nicht in Frage. Schließlich waren es ja eigentlich die Katzenhalter, die uns zur Weißglut brachten.

Außer verbal verscheuchen (die Katzen), selbst ein Eimer Wasser ist mir da zu brutal, war weiterhin nicht. Den effektiven Katzenschreck kannte ich da auch noch nicht.

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Unserem Nachbarn reicht es – Die Situation eskalierte

Dann reichte es einem anderen Nachbarn ein paar Straßen weiter. Nicht nur, dass die Nachbarskatzen ihm regelmäßig den Garten einsauten, nein, er konnte auch seine Arbeitskleidung nicht mehr dort lüften, da die Katzen diese regelmäßig beschmutzen. Als er und seine Frau dann noch ein Baby bekamen und sie feststellten, dass Katzen Babybetten selbst wenn diese in der Wohnung waren, toll finden, platze ihm der Kragen und er besorgte eine Katzenfalle. Danach verschwanden aus unserer Siedlung wohl über 20 Katzen und plötzlich ging etwas, was vorher von unseren Katzennachbarn negiert wurde: Katzen konnten doch tatsächlich beaufsichtigt werden und wurden Nachts eingesperrt. Schon erstaunlich. Es dauerte gut 20 Katzen und zwei Monate bis die Katzenbesitzer (oder nicht mehr Katzenbesitzer) der Siedlung dem Mann mit der Katzenfalle auf die Schliche kamen. Darauf liefen einige Katzenbesitzer Amok und schwadronierten zum einen in aller Öffentlichkeit über mögliche Racheaktionen (die waren so dämlich, dass ich diese hier nicht wiederholen werden, zudem diese nicht nur dämlich sondern auch hoch strafbar waren) und zum anderen zeigten sie den Mann eben auch an. Jetzt tobt hier wohl ein kleiner Krieg. Aus dem wir uns aber raus halten wollen.

Wobei mich immer noch irretiert: Wenn mir zuvor mehrere Katzenbesitzer bei meinen Beschwerden immer sagen, das es unmöglich ihre Katze gewesen sein könnte, da diese ja niemals nicht das Grundstück verlassen würde – wie kommen diese Katzen dann in eine Katzenfalle ein paar Straßen weiter? Ein Rätsel.

Katzenfalle kommt zum Einsatz

Naja, der Einsatz der Katzenfalle hört sich erstmal recht putzig an. Auch ich hatte kurz mal überlegt, bei uns die Garage erst so zu bauen, das Katzen nur rein aber nicht raus könnten. Allerdings nur zum Zweck, die Katze dann in eine Transportbox zu stecken, um sie ihrem Besitzer umgehend zurück zugeben mit dem Hinweis, das diese Katze, die ja angeblich nie das Grundstück verlässt, sich wohl verlaufen hätte. Aber da das einfach nur rechthaberisch gewesen wäre, und uns keinen Schritt weitergebracht hätte und da es hier eben auch einige Besitzerlose Katzen gibt, haben wir das nie umgesetzt. Nehmen wir mal an, unsere Katzenfalle hätte Nachts zugeschlagen, ich hätte die Katze ja ob der langen Zeit nicht darben lassen wollen und hätte wahrscheinlich Wasser rein gestellt. Was hätte die Katze gelernt? Ah, da ist nett, da komme ich zwar nicht sofort raus, aber es gibt super frisches Wasser. Das wäre wenig hilfreich gewesen.

Leider hat der Nachbar mit dem Baby die Katzen auch nicht nur gefangen. Sie sind verschwunden. Da eine Katze aber nach vier Wochen auch wieder aufgetaucht ist, wird nun angenommen, dass er sie ausgesetzt hat. Was die Ex-Katzenbesitzer natürlich in keinster Weise beruhigt. Und auch das mindestens zwei der verschwundenen Katzen eigentlich gechipt und registriert waren, brachte die Vierbeiner nicht zurück.

Seit dieser Eskalation habe ich recherchiert und mich zum Thema schlau gemacht. Vielleicht, wenn sich die Situation beruhigt hat, setzen sich die Parteien hier ja mal an einen Tisch und reden vernünftig darüber, wie alle zu ihrem Recht kommen. Vor allem die Katzen, den Aussetzen trifft ja vor allem sie.

Den Katzen vertreiben ist besser als Katzen quälen.

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